Tagundnachtgleiche

 

Die Tagundnachtgleiche, auch Äquinoktium genannt, beschreibt die exakt gleich lange Zeitspanne des hellen Tages und der dunklen Nacht. Jährlich gibt es zwei Tage, an denen dieses Ereignis eintritt. Gleichzeitig wird eine neue Jahreszeit eingeläutet. Um den 19., 20. und 21. März beginnt auf der Nordhalbkugel der kalendarische Frühling und um den 22., 23. und 24. September der kalendarische Herbst. Auf der Südhalbkugel ist es umgekehrt.

Bei beiden Tagundnachtgleichen, im März und im September, überquert der Zenit der Sonne den Äquator. Im März wandert die Sonne von der Südhalbkugel auf die Nordhalbkugel. Im September überquert der Sonnenzenit den Äquator wieder Richtung Süden.

In der Astronomie wird die Tagundnachtgleiche nicht nur durch ein Datum, sondern auch durch einen genauen Zeitpunkt bestimmt. Dieses Jahr steht die Sonne am 23. September um 07:50 Uhr UTC im Herbstpunkt.

Die beiden Ereignisse haben seit jeher einen besonderen Stellenwert für die Menschen. Am Herbstbeginn wurde das Erntedankfest gefeiert. So wurde auf diese Weise den Feld- und Fruchtbarkeits-Göttern gedankt. Der Frühlingsbeginn markiert den Übergang in die wärmere Jahreszeit, die Blüten blühen und die Tierwelt erwacht. Die Rückkehr der Sonne wird häufig mit Feuern begrüßt.