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Das Sternbild Orion

Steckbrief

Lateinischer Name
Orion
Hemisphäre
Beide Hemisphären
Sichtbarkeit
November - März
Fläche
594 deg²
Hellster Stern
Rigel (HIP Nummer 24436)
Besonderheiten
Offene Sternhaufen, Emissionsnebel, Reflexionsnebel, diffuse Nebel
Das Sternbild Orion

Der Orion (lat. ebenfalls Orion) ist ein auffälliges Sternbild am Himmelsäquator. Es ist sehr bekannt und wird auch mit dem Begriff „Jäger“ übersetzt. In seinem Bereich liegt eine Vielzahl von interessanten Deep-Sky-Objekten.

Hemisphäre, Sichtbarkeit und Fläche

Das Sternbild Orion streckt sich über den Himmelsäquator und ist weltweit sichtbar. Es zeigt sich zwischen 80° N und 68 ° S. Es ist also von nahezu allen bewohnten Regionen der Erde zu beobachten. Lediglich von nördlichen Bereichen Grönlands und umliegenden Inseln am Nordpol, sowie von der Antarktis zeigt es sich nicht.

Es kann zu vielen Jahreszeiten beobachtet werden, wobei die Monate November bis März die besten Bedingungen bieten. Insbesondere im Januar ist es gut zusehen.

Der Orion dehnt sich dabei mit einer Fläche von rund 594 Quadratgrad über den Nachthimmel. Mit dieser Größe liegt er im Vergleich zu allen anderen 88 Sternbildern auf Platz 26.

Die Sternkonstellation besteht aus vielen lichtstarken Sternen. Der hellste von ihnen ist mit einer scheinbaren Helligkeit von etwa 0,12 mag der Stern Rigel (lat. β Orionis). Sein Name stammt aus dem arabischen und bedeutet „linker Fuß des Mittleren“.

Diese Bezeichnung passt zu der Visualisierung der Sternkonstellation. Denn dort stellt Rigel den linken Fuß des Jägers Orion dar. In einigen Darstellungen wird lediglich der Körper des Himmeljägers gezeigt. Dieser beinhaltet bereits eine Reihe von sehr hellen Sternen. In anderen Illustrationen werden auch noch Verbindungen zu Sternen gezogen, die die Arme und ein erlegtes Tier zeigen.

Orion liegt eingebettet zwischen fünf anderen Sternbildern am Nachthimmel. Darunter befinden sich die zwei aus der Astrologie bekannten Konstellationen Zwillinge und Stier. Aber auch der große Fluss Eridanus, der Hase und das Einhorn grenzen an ihm.

Besonderheiten im Sternbild

Im Bereich des Orion liegt eine Reihe von offenen Sternhaufen, Emissionsnebeln und Reflexionsnebeln, sowie diffusen Nebeln. Einige Objekte können bereits mit bloßem Auge wahrgenommen werden.

Besonders schön ist der Emissionsnebel mit der Katalognummer M42 beziehungsweise NGC 1976. Er ist auch mit der Bezeichnung Orionnebel bekannt. Der Nebel liegt südlich des Sternengürtels bestehend aus Alnitak, Alnilam und Mintaka. Bei guten Bedingungen kann eine für Sterne untypische Unschärfe wahrgenommen werden. Durch ein Fernrohr oder Teleskop lassen vier Trapezsterne, sowie Nebel erkennen.

Emissionsnebel M42, NGC 1976, Orionnebel
Emissionsnebel M42, NGC 1976, Orionnebel

Ein weiteres spannendes Objekt ist der Emissionsnebel NGC 2024. Er ist auch bekannt unter dem Namen Flammennebel. Der deutsch-britische Astronom Wilhelm Herschel entdeckte ihn im Januar 1786. Er kann östlich des Sterns Alnitak gefunden werden.

Geschichte und Mythologie

Die starke Sichtbarkeit veranlasste viele Völker dazu, das Sternbild mit einer eigenen Geschichte zu versehen.

So sahen die Sumerer in diesem Sternbild ein Schaf, während die Ägypter eine Reflektion ihres Gottes Osiris darin erkannten. Einen Pflug sahen die Germanen in dem Sternbild, die Wikinger bezogen sich auf ihren Gott Thor und für die Chinesen ist das Sternbild eines der 28 Tierkreiszeichen.

In der griechischen Mythologie wird Orion als ein heldenhafter und talentierter Jäger inszeniert, um dessen viele verschiedene Sagen ranken.

In einer Version konnte er schneller laufen als jedes Tier und erlegte seine Beute mit seiner bronzenen Keule. Dennoch fand er kein Glück in der Liebe.

Eines Tages bekam er vom König der Insel Chios den Auftrag, die Wälder von allen wilden Tieren zu befreien. Als Dank dafür könne er die Königstochter Merope zur Frau nehmen. Orion reizte die junge Prinzessin allerdings nur für eine Nacht, weswegen der König ihm wutentbrannt die Augen verblendete.

In der Hoffnung geheilt zu werden, zog Orion schließlich blind in Richtung Osten dem Licht der Morgensonne entgegen. Als er auf die Göttin der Morgenröte Eos traf, verliebte sie sich ich ihn. Jedoch wollte die neidische Jagdgöttin Artemis diese Liebe gleich wieder vernichten und erschoss Orion mit einem Pfeil.

Letztlich wurde Orion als Erinnerung an diese Geschichte als Sternbild in den Himmel gesetzt.